Hallo, ich stelle Ihnen diesen Bereich vor, um Ihnen unsere alltäglichen Erfahrungen einer Fertilitäts Klinik mitzuteilen und verschiedene Themen vorschlagen und austauschen zu können. Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen, da uns Ihre Meinung und Ihre Komentare sehr wichtig sind.
Diese Woche wird der Nationalkongress der Sterilität gefeiert, und einer der Beiträge, präsentiert vom Institut Marquès, zeigt, was wir Dank des Embryoskops über die Embryonen lernen.
In unserem Zentrum, jeden Morgen, wenn die Biologen im Labor der In-Vitro Befruchtung ankommen, halluzinieren sie mit den Videos der Entwicklung jedes Embryos.
Diese Bilder sind so beeindruckend, so dass wir schon vor einiger Zeit beschlossen haben, dass auch die Patienten diese sehen und sich an ihnen erfreuen sollten… Es tat mir leid, etwas so Schönes zu vergeuden, und so haben wir begonnen, ein System zu entwerfen, um dies zu verhindern.
Nach viel Arbeit können wir in dieser Woche endlich mit dem neuen System beginnen: alle unsere Patienten können von zu Hause aus auf die Bilder ihrer Embryonen zugreifen, um zu sehen wie jeder von ihnen in einem bestimmten Moment aussieht und wie sie sich nach der Befruchtung entwickeln. Es ist wie ein “Big Brother der Embryonen”… Schauen Sie sich das Video an, es ist es wert.
Diese Woche stellen wir eine Studie in London vor, in der man sieht, was passiert, wenn die Embryonen die Gebärmutter erreichen, sowohl auf natürliche Weise durch einen Eileiter, so wie bei einer In-vitro-Befruchtung durch der Muttermund.
Das Endometrium (die Gebärmutterschleimhaut) übt Bewegungen aus und in der Phase der Ankunft des Embryos ist die Funktion der Gebärmutterschleimhaut wohl die, den Embryo innerhalb der Gebärmutterhöhle zu halten; zu verhindern, dass der Embryo ausgestossen wird oder sich an nicht geeigneten Stellen implantiert.
In diesem Video eines Embryotransfers können wir sehen, wie der Mikrotropfen mit den Embryonen sich von einer Seite zur anderen bewegt, dies mit verschiedenen Bewegungen: wellende, vibrierende, langsame, schnelle und mit Ruhephasen.
Nach dem Embryotransfer fürchten viele Patientinnen, dass sie sich nicht ausreichend ausgeruht haben, besonders dann, wenn der Zyklus nicht erfolgreich endet.
Wir sagen unseren Patienten, dass sie sich weder nach dem Embryotransfer, noch in den darauffolgenden Tagen ausruhen müssen. Jedoch sind sie von dieser Information meist überrascht und widmen ihr nicht all zu viel Aufmerksamkeit.
Sie befürchten, dass, wenn Sie aufstehen oder eine Anstrengung ausführen, wie z. B. auf die Toilette gehen, die Embryonen “rausfallen” könnten. Sie glauben, dass sie darauf Acht geben müssten, die Embryonen in der Gebärmutter zu halten.
Dies führt zu Angst, die sich mit dem Stress vereint, nicht in der Lage zu sein, sich genügend auszuruhen. Ausserdem fällt es in die Phase des Zyklus der erhöhten Nervosität und emotionalen Labilität, da es die Phase ist, in der auf das Ergebnis des Schwangerschaftstests gewartet werden muss.
Es ist ein Warten voll von Wünschen und Hoffnung, dass die Embryonen sich einpflanzen, gefüllt mit Angst vor dem Versagen und voller Emotionen.
Diese Erkenntnisse nehmen die Wichtigkeit des Ausruhens und bestärken eine frühzeitige Mobilisierung der Patienten nach dem Embryotransfer. Ich denke, dass es eine grosse Hilfe sein wird zu wissen, dass die Einnistung in keiner Weise von dem abhängt, was Sie machen können, oder von dem, was Sie nicht mehr machen. Sobald die Embryonen bei der Gebärmutterschleimhaut angekommen sind, kümmert sich diese um alles weitere…
So, als ob die Embryonen hin- und hergewiegt werden würden, so dass sie sich an einer guten Stelle einnisten!!!
Heute möchte ich mit Ihnen gerne die Ergebnisse einer Umfrage teilen, die wir an unseren Patienten durchgeführt haben.
Wir haben fast tausend Patienten aus 31 Ländern, die kinderlos sind und Fruchtbarkeitsprobleme haben, gefragt, ob sie bevorzugen würden, Zwillinge zu bekommen, ein einziges Kind, oder ob Ihnen beide Optionen gleich recht wären.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Patienten Zwillinge bevorzugt (70% der Patienten bevorzugen entweder eine Zwillingsschwangerschaft oder es ist ihnen gleich, ob sie mit nur einem Kind, oder mit Zwillingen schwanger sind. Lediglich 30% bevorzugen eine Schwangerschaft mit nur einem Kind.).
Die Spezialisten auf dem Gebiet der Unfruchtbarkeit sind von den Ergebnissen der Umfrage nicht überrascht. Jeden Tag stehen wir dem Konflikt gegenüber, zwischen dem, was die Patienten wollen und dem, was die Ärzte empfehlen, da es schwierig ist, die Risiken einer Zwillingsschwangerschaft Frauen zu erklären, die fürchten, niemals Mutter werden zu können. Wenn über die Möglichkeit von Zwillingen gesprochen wird, stellt sich die Mehrheit vor, dass sie doppelt so glücklich wären und ihre Familienplanung abgeschlossen hätten.
Es ist schwierig einzuschätzen, wie viele Embryonen transferiert werden sollten, so dass ein Erfolg erzielt und gleichzeitig die Möglichkeit einer Zwillings-schwangerschaft so weit wie möglich zu reduziert wird.
So dass sich ein Embryo nach der künstlichen Befruchtung einnistet und es zu einer evolutiven Schwangerschaft kommt, ist folgendes notwendig: dass die Gebärmutter darauf vorbereitet ist, den Embryo aufzunehmen, dass der Embryo eine geeignete Morphologie aufweist (Anzahl der Zellen, dass diese in ihrem Aussehen einander ähnlich sind, usw.), eine normale chromosomale Dotation, Leistungsfähigkeit (diese ist abhängig von den Mitochondrien; sie ist weniger intensiv je älter die Eierstöcke sind), dass sich der Embryo und die Gebärmutterschleimhaut aufeinander einstimmen, so dass es zu einer Einnistung kommt und keine immunologische Abstoßung stattfindet. Für uns, die wir unser Leben dafür widmen, ist jedes Kind ein Wunder!!
Laut Studien, durchgeführt an unserem Zentrum, weisen in der besten Situation, d.h. bei Embryonen von Eizellenspenderinnen und Samenspendern, 50% der Embryonen Chromosomenanomalien auf, und dieser Prozentsatz steigt mit dem Alter der Frauen an, so dass bei Patienten von 40 Jahren bis zu 85% der Embryonen Anomalien aufweisen.
Aus diesem Grund, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu reduzieren, ohne gleichzeitig die Schwangerschaftsrate zu reduzieren, wäre die beste Möglichkeit, die Chromosomen des Embryos zu analysieren, um schliesslich nur diejenigen zu übertragen, die Entwicklungspotenzial aufweisen.
Wenn wir jedoch beim Ultraschall oder bei der Geburt sehen, dass zwei Kleine da sind, teilen wir in den meisten Fällen von Herzen die Emotionen und den Stolz unserer Patienten.
Coks Feenstra, Experte auf dem Gebiet von Zwillingsstudien, sagt, nachdem er mit Dutzenden von erwachsenen Zwillingen Gespräche geführt hat: “Zwilling zu sein bedeutet, das Doppelte an Freude zu haben, und die Hälfte an Leid.”
Vor 12 Jahren hatten wir einen außergewöhnlichen Fall, der uns nicht nur doppelte, sondern dreifache Freude gebracht hat: die Geburt der eineiigen Drillinge.
Embryoskop ist ein neuer Brutkasten für unsere kleinen Embryonen, der mit einer Videokamera deren Entwicklung filmen kann.
Auf ärztlicher Ebene bietet er zwei Fortschritte:
Einerseits muss man die Embryonen nicht aus dem Brutkasten nehmen, um mit einem Mikroskop zu sehen, wie sie sind. So schonen wir sie vor dem Temperatur und Lichtwechsel, etc. Im vorigen Post ist die Wichtigkeit, die Atmosphäre des Embryos zu erhalten, beschrieben.
Andererseits erlaubt uns das Embryoskop, zu sehen, wie die Embryonen befruchtet wurden und sich geteilt haben, um diejenigen zu implantieren, die die für uns besten Bedingungen erfüllen und den Richtlinien folgen. In den normalen Brutkästen sehen wir sie nur einen Moment am Tag und haben daher weniger Informationen.
Zudem erlaubt es uns das Embryoskop zu lernen. Wir entdecken sehr viele Dinge über die Embryonenentwicklung!!!
In unserem Zentrum wird jeder Embryo wie in der Schule benotet. Die höchste Note ist 10. Die Kriterien basieren hauptsächlich auf der richtigen Anzahl der Zellen, je nach Entwicklungstag, dass sie sich ähnlich sind, keine Fragmentierung aufweisen (Verunreinigungen aus ihrer Teilungsprozessen) und jede Zelle nur einen Zellkern hat.
Ein Embryo, welcher z. B nach 40 Stunden nach der In-Vitro-Befruchtung in einer vier Zellenphase ist, bekommt die höchste Note, was die Zellteilung betrifft, und mit dem Video des Embryoskops sieht man nach einer Weile nach diesem Test, dass sich eine Zelle mit einer anderen fusioniert, sie absorbiert und dreizellig wird. Wenn Sie das nicht gesehen hätten, könnte es sein, dass er am nächsten Tag zum Zeitpunkt der Prüfung acht Zellen hätte, nochmals hervorragende Note bekommen würde und wieder als bester von der Gruppe gewählt werden würde, um ihn zu implantieren.
Dies ist nur ein Beispiel was ich Ihnen nennen kann, aber wir wissen, dass die Embryonen, die nicht diese Richtlinien erfüllen, weniger Möglichkeiten haben, sich zu entwickeln, da sie mit chromosomalen Änderungen verbunden sind und wahrscheinlich auch mit anderen negativen Punkte, die wir noch nicht wissen, aber wir versuchen gerade zu entdecken.
Sie wissen ja, dass es, abgesehen von identischen Zwillingen (die gibt es weil ein Embryo sich aufteilt), keine Personen gibt, deren Aussehen identisch ist.
Aber wussten Sie, dass es nicht zwei gleiche Embryonen gibt? Dass seit dem Moment der Befruchtung unsere Eigenschaften schon festgelegt sind und diese uns von dem Moment an einzigartig machen?
Jeder Embryo, jeder Fötus, jedes Kind, jede Person ist ein unwiederholbares Naturwunder. Die Anzahl der genetischen Kombinationen ist unendlich und die Wahrscheinlichkeit der Wiederholung ist fast unmöglich. Das menschliche Genom besteht aus 3.200 Millionen Zellen, das sind die Teileinheiten, die die DNA formen und sich in jeder Person anders gebildet werden.
Auf diesem Video des Embryoskops kann man die Entwicklung eines menschlichen Embryos von der Befruchtung der Eizelle bis 5 Tage verbracht sind, beobachten.
Ein paar Stunden nach der Follikelpunktion wird die ICSI durchgeführt, das heisst, die Injektion eine Samenzelle in jedem Ei.
Die Bilder beginnen, unmittelbar nach der In-Vitro -Befruchtung, vom Embryoskop genommen zu werden.
An der rechten unteren Ecke der Bilder sehen wir die Zeitzähler seitdem.
Auf diesem anderen Video des Embryoskops die Bilder gehören eines Maus-Embryos. Wir kaufen sie frisch, vor kurzem gefroren und befruchtet, für die Labor-Qualitätskontrolle und für die Forschung.
Heute möchte ich Ihnen zeigen, wie unser In Vitro Labor ist, wie man ein riesigen Uterus aufbaut und wie man ihn ihm arbeitet.
Ich bitte Sie, sich einen Uterus von innen vorzustellen…
Wie viel gibt es? Fast keins, daher ist das Labor dunkel.
Wie riecht er? Es gibt keine Gerüche. In diesem Umfeld dürfen die Biologen weder Kosmetik noch Parfüm benutzen. Gott sei Dank können sie Deodorant benutzen, auch wenn ohne Alkohol oder Duft.
Welche Temperatur hat er? 37 Grad. Die Brutkästen haben eine ständige Temperaturkontrolle, die z.B. in der Oberfläche, wo sich die Anbauplatten mit den Embryonen stützen, immer warm sind.
Was gibt es im Inneren des Uterus? Die innere Schicht heisst Gebärmutterschleimhaut und ändert ihre Oberfläche während dem Menstruationszyklus und produziert eine Absonderung damit sich der Embryon einnisten kann. Derzeit simuliert man dies auf fantastische Art und Weise mit Hilfe des Züchtens, sie enthalten die Substanzen, die die Gebärmutterschleimhaut produziert und täglich muss man verschiedene Anpflanzungen dazugeben da ihre Anforderungen variieren.
Was gibt es nicht im Inneren des Uterus? Es gibt absolut keine Verunreiningung. Dies gibt uns eine Menge Arbeit!
Eine sterile Atmosphäre zu haben ist mit viel Technologie und Bemühungen verbunden. Man muss vermeiden dass Schadstoffe wie Keime, abgesehen von unseren “besonderen Feinden”, eindringen: Flüchtige organische Verbindungen. Dies sind Chemikalien die sich von Farben, Lösungsmitteln, Lacke, Kosmetik u.s.w. ablösen, in der Atmosphäre als Dämpfe bleiben und sich besonders in fettigen Medien absetzen. Die Züchtmedien enthalten Öle und diese Verbindungen sind Gift für die Embryonen.
Um reinzugehen muss man jedes Mal eine saubere Uniform, eine Mütze, Schuhe, kein Schmuck und kein Make up tragen.
Wenn man die Tür öffnet überrascht einen der positive Druck. Man merkt wie etwas Wind einem entgegen kommt und das dient dazu dass kein Wind von draussen hereinkommt.
Auf den Fussboden ist ein Beleg, der in der Lage ist statische Elektrizität zu entladen und am Eingang bleiben die Füsse am Boden kleben, weil sich dort festhaftende Matten befinden
Das Dach enthält Filter und Aktivkohle, um die Reinheit der Luft zu halten.
Die Kabinen verfügen über eine Konzentration von CO2 und Feuchtigkeit viel höher als üblich, so wie es den Embryonen gefällt und ihre Tische sind hydraulisch, damit, wenn man sich während der Arbeit auf sie stützt, keine Vibrationen an die Embryonen übertragen werden.
Ach so, und im Uterus klingeln auch keine Handys. Wir haben keine Handys im Uterus um mögliche Schaden durch Radiofrequenz zu vermeiden.
Wie Sie sehen behandeln wir unsere Embryonen wie Könige.
Heute ist auf professioneller Ebene ein ganz besonderer Tag für mich!!!
Diesen Vormittag werde ich auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse einer Studie präsentieren, welche gerade in der Internationale Zeitschrift für Andrologie veröffentlicht werden.
Wir haben die Konzentration von 38 Giftstoffen in der Muttermilch von katalanischen und galizischen Frauen analysiert und verglichen. Wir wollen versuchen zu zeigen, dass der große Unterschied in der Samenqualität zwischen diesen beiden geografischen Regionen durch den Grad der Verschmutzung bestimmt wird. Diese Giftstoffe nennt man Endokrine Disruptoren, eine lange Liste von Verbindungen, die sich im Körper der Frau wie Östrogen verhalten.
Diese Substanzen reichern sich im Fettgewebe an und wir haben sie in der Muttermilch untersucht. Dies ist technisch gesehen einfacher, da die Konzentrationen in der Muttermilch ein Spiegelbild der Substanzen sind, die über die Plazenta der Mutter zum Embryo gelangt sind.
Ausserdem haben wir vor einigen Monaten in der Zeitschrift Environment International eine Studie über das Vorhandensein von Giftstoffen in drei Marken von kommerzieller Milch und in zwei Marken von Zerealien veröffentlicht.
Dies war eine wirklich schwierige Aufgabe, nicht wegen technischer Gründe, sondern wegen potenzieller sozialer Auswirkungen. Ich habe die absolute Zusammenarbeit, beruflich und ausgezeichnet durch die CSIC-Forscher Damià Barceló und Marinela Farré, Prof. Juan Alvarez, Dr. Ferran Garcia und Dr. Early (La Coruña) genossen. Ich möchte auch gern meinen Dank an die Internationale Zeitschrift für Andrologie ausdrücken.
Es ist hart und überraschend gewesen, die Anzahl an Feiglingen zu sehen, die es bevorzugen, mögliche soziale Alarmzeichen oder wirtschaftliche Auswirkungen zu vermeiden, als über die Wahrheit zu berichten.
Aus offensichtlichen Gründen fühlen wir Frauen uns von den Spermien angezogen, aber in meinem Fall, da ich mich der Fruchtbarkeit widme, ist diese Neugierde gesund.
Dies hat dazu geführt, dass ich mein Team seit 10 Jahren ermutigt habe die Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit zu erforschen.
Institut Marques fing im Jahre 2003 an die männliche Samenqualität zu erforschen, zuerst in Tarragona (Studie veröffentlicht im SEF Kongress im Jahre 2002), danach in Barcelona und in La Coruña (Studie in Reproductive Biomedicine veröffentlicht) und letztendlich in ganz Spanien (I Nationale Samenstudie junger Leute veröffentlicht in Andrologie und in Zusammenarbeit mit 62 Fruchtbarkeitskliniken.
Wir sind zufrieden, dass wir dazu beigetragen haben die Wissenschaftliche Gemeinschaft zu überzeugen, dass die klassischen Gründe (Stress, enge Hosen, Alkohol etc.) nur Mythen und der eigentliche Grund dieses Problems chemische Giftstoffe sind. Die industrielle Kontamination spielt eine wichtige Rolle.
Die Giftstoffe auf die wir uns beziehen, sind Chemikalien die von den Menschen in den letzten Jahrzehnten synthetisiert wurden und sowohl in der Industrie, in der Landwirtschaft und zu Hause verwendet werden. Man nennt sie endokrine Disruptoren, eine lange Liste von Verbindungen die sich im Körper der Frauen wie Östrogen verhalten.
Sie sind sehr widerstandsfähig gegen biologischen Abbau, sind in unserer Nahrung und Umwelt vorhanden, sammeln sich im Körper an, vor allem im Fett. Menschen und Tiere sind nicht darauf vorbereitet, sie zu eliminieren.
Der erste Kontakt mit diesen giftigen Chemikalien beginnt am Anfang des Lebens, sie gelangen durch das Blut der Mutter über die Plazenta in den Embryo. Die Art und Menge der Giftstoffe hängen von dem Grad ab, den die Mutter hat.
Heute zu Tage redet man viel über die Nahrung der Schwangeren, aber diese Substanzen werden nicht während der Schwangerschaft eingenommen, sondern von Kindheit auf durch den Mutterleib weitergegeben.
Sie gelangen in unseren Körper und verhalten sich wie Östrogene, die weiblichen Hormone. Während der Entwicklung der Fötushoden, in den ersten 2 bis 3 Schangerschaftsmonaten ist die Wirkung des Testosteron, das männliche Hormon, sehr wichtig. Diese falschen Östrogene konkurrieren mit ihr und lassen sie ihre korrekte Funktion nicht durchführen. Es enstehen weniger produzierende Spermienzellen und in den schwierigsten Fällen treten chromosomische (genetische) Anomalien auf.
Diese Verschlechterung der Samenqualität tritt in Industriegegenden und ländlichen Gebieten, die im Kontakt mit diesen Giftstoffen sind, auf. Es gibt also grosse geographische Variationen. Laut unserer Daten, hat ein Mann aus Galizien doppelt so viel Spermien durch Ejakulation als ein Mann aus Katalonien.
Ausserdem sind in den verschmutzesten Gegenden mehr die jungen als die älteren Männer betroffen, da diese in ihrer Kindheit nicht mit den Giftstoffen in Kontakt kamen, da sie erst gar nicht existierten.
Dieses verursacht als Erwachsener Unfruchtbarkeit in der allgemeinen Bevölkerung. Dies bedeutet nicht dass sie unfruchtbar sind, sondern dass sie, je nach Alter und Fruchtbarkeit ihrer Partnerin, länger als andere brauchen um eine Schwangerschaft zu erzielen.
Nach ofiziellen Angaben, liegt der Hauptgrund der Unfruchtbarkeit am männlichen Faktor, abgesehen davon dass wir ein Land sind in dem wir Kinder in einem höheren Alter bekommen.
Wir haben sehr wichtige gesundheitliche Fortschritte gemacht, aber im Bezug auf unsere reproduktive Gesundheit hat es sich in industriellen Gegenden auf weniger als die Hälfte im Vergleich zu unseren Grossvätern verringert.
Zur Zeit gibt es zunehmend Experten, die sich den Anzeigen über Auswirkungen von Chemikalien auf die reproduktive und allgemeine Gesundheit der Bürger anschliessen.
Bevor Sie dies lesen, schauen Sie sich bitte zunächst das Video an und versuchen Sie zu zählen, wie viele Male die Spieler, die weiss tragen, sich den Ball zuspielen. Daraufhin schauen Sie sich bitte den letzten Satz dieses Textes an und danach können Sie diesen lesen.
Die Augen nehmen Bilder auf, aber was das Gehirn sieht, hängt davon ab, was wir bereits kennen und was wir erwarten zu sehen; wir vergleichen das, was wir sehen, mit dem, was wir kennen. Das erklärt auch, warum wir ausschliesslich Fahrschulautos sehen, wenn wir gerade den Führerschein machen.
Neulich, als ich durch unseren Wartesaal ging, auf dem Weg zum Umkleideraum, um nach Hause zu gehen, erregte ein Bild meine Aufmerksamkeit: Ich meinte, ich würde einen Mann sehen, ohne Beine und ohne Arme, mit grünen Schuhen, die an seine Leiste geklebt waren. Ich dachte, dass dies nicht wahr sein könnte, dass ich vielleicht überarbeitet wäre, dass es mir doch jemand mitgeteilt hätte, wäre dies wirklich real.
Also bin ich zurückgegangen, und was ich sah, war ein Paar, das für eine Eizellenspende aus dem Ausland angereist war. Die Frau war diejenige, die das Problem hatte. Er brauchte lediglich ein wenig Hilfe, um die Samenprobe zu erlangen, mit der die künstliche Befruchtung durchgeführt wird.
Zwei Tage später ist mir das Selbe wieder passiert; ich meinte, einen Mann mit einem schlechten Erscheinungsbild zu sehen. Als ich zurückging, war dort ein junger Mann um die 20 mit einem Gesicht voller Blutergüsse und blutbedeckter Kleidung. Er war der Freund einer jungen Frau, die in unser Institut zur Eizellenspende gekommen war. Als ich seine Wunden behandlen wollte, sagte mir der junge Mann, dass er einen Motorradunfall gehabt hätte, dass seine Freundin aber sehr “sauer” gewesen wäre, wenn er nicht gekommen wäre, um sie abzuholen.
Es schien mir unmöglich, dass das gesamte medizinische Personal, das durch diesen Saal läuft, diese und andere Situationen nicht bemerkt, und ich fing an, Tests durchzuführen, um zu sehen, wie weit diese kollektive Blindheit gehen könnte. Der erste bestand darin: Ein ausländischer Patient lag auf einem der Sofas und schlief, da er eine lange Reise hinter sich hatte. Gut, also legte ich mich in meinem weissen Arztkittel in gleicher Position auf das Sofa gegenüber.
Der nächste Test bestand darin, dass ich mich mitten im Wartesaal auf den Boden legte, und anfing, mit einem Mädchen zu spielen, das mit seinen Eltern gekommen war…
wir bauten riesige Burgen aus Spielzeug. In beiden Fällen bemerkte mich niemand. Ich wurde in der gesamten Klinik gesucht, obwohl ich direkt vor meinen Kollegen war. Das passiert uns allen. Unser Bewusstsein selektiert und erfasst nur einen Teil von dem, was wir sehen; deswegen hat jeder von uns seine eigene Realität.
Nun schauen Sie sich bitte noch einmal das Video an und achten Sie auf die Affen, die im Video erscheinen.
Man muss zugeben, dass sich die Dinge in den letzten zwei Jahrzehnten gebessert haben und wir heut zu Tage eine Samenanalyse mit voller Natürlichkeit kommentieren können.
Vor vier Jahren hat die Ärztekammer Barcelona mitbekommen dass ein Patient versucht hatte mich anzugreifen, um genauer zu sein, mich aus dem Fenster zu schmeissen. Da sie sehr besorgt um die Handgreiflichkeiten an Ärzte sind, wurde ich aufgefordert den Patienten anzuzeigen.
Im Gerichtsverfahren sagte der Patient aus: “Euer Ehren, diese Ärztin wollte eine Hodenbiopsie an mir vornehmen.” Die Reaktion des Richters und des Staatsanwaltes die eine Mischung zwischen Überraschung, Schreck und Verwunderung war, könnte man als… amüsant bezeichnen.
Wenn die Reproduktionsspezialisten eine Biopsie der Gebärmutterschleimhhaut von der Patientin beantragen, wird einwandfrei verstanden, dass es sich wahrscheinlich um eine Probe zur Fruchtbarkeitsstudie handelt. Wenn wir aber eine Hodenbiopsie beantragen werden wir oft vom Mann gefragt, ob wir nicht lieber gleich zur „ Samenbank greifen sollten.“
Der Mythos, dass die Fruchtbarkeit Männersache und die Unfruchtbarkeit Frauensache ist, verschwindet nach und nach. Wahrscheinlich dauert der Wechsel genau so lange, wie andere alltägliche Situationen die Frauen in unserer Gesellschaft erleben.
Ich beziehe mich auf andere Kommentare wie z. B. wenn die Schwiegermütter und deren Freundinnen so was wie “wie trägt dieser Junge nur die Kragen der Hemden seit er verheiratet ist” oder “sie haben noch keine Kinder weil sie zu gerne ausgeht, reist, zum Sport geht, etwas egoistisch ist…” oder „sie haben noch keine Kinder weil sie zu lange gewartet hat und jetzt hat sie schon ein gewisses Alter“ sagen. Sowohl im gesellschaftlichen als auch im Bereich der Reproduktion haben wir Frauen noch nicht die Unschuldsvermutung gewonnen. Dieses steht noch offern: Dass nicht immer wir die Schuld haben, solange das Gegenteil nicht bewiesen ist.
Uns Gynäkologen und Kinderärzten wundert es, dass fast alle Paare bis hin zur Geburt, nicht gelernt haben Windeln zu wechseln oder nicht wissen was eine Nabelschnur ist.
Wir fragen uns: Haben sie niemals auch nur für eine Weile ein Baby gehütet? Haben sie sich niemals für ihren eigenen Bauchnabel interessiert? An was haben sie diese neun Monate gedacht?
Ausserdem sind es oft Paare, die sehr viel über verschiedene Dinge wissen, sich auf jegliche Aufgaben vorbereiten, sich genaustens über einen Film informieren bevor sie ihn im Kino sehen, den Reiseleiter auswendig lernen bevor sie in den Urlaub fahren… aber sie haben keine Ahnung von vielen Kleinigkeiten die mit dem Baby zusammenhängen und die ihr Leben mehr beieinträchtigen wird als ein Buch oder Ferien.
Diese Situation hat eine logische Erklärung: Historisch gesehen war es immer selbsverständlich dass die Frau ein Kind pflegen kann. Bis vor kurzem passte dir Frau bis sie heiratete, auf ihre kleinen Geschwister auf und ein Jahr später begann sie dann selbst mit den Geburten.
Und plötzlich ohne Zwischengeneration, nehmen wir wahr, dass der Instinkt ein Kind zu pflegen unserer weiblichen Spezie genetisch nicht weiter gegeben wurde, sondern dass diese anscheinend angeborene und intuitive Geschicklichkeit uns erst noch gezeigt werden muss.
In dieser Informationsgesellschaft, mit Master und Online Kursen, in der die jungen Leute besser vorbereitet sind als je zuvor, in der alles analysiert und geprüft wird, wird es für selbsverständlich gehalten, dass wir Eltern ohne darauf vorbereitet zu sein, Kinderexperten sind und dass wir wissen wie man ein Säugling ernährt und wie man ihn beruhigt wenn er weint.
Die intensivste Moment ist der Tag der Entlassung bei der ersten Geburt, plötzlich merken sie, dass sie nicht wissen, wie sie sich um das Baby kümmern sollen und wagen es nicht das Krankenhaus zu verlassen. Sie bitten darum sofort über alles informiert zu werden! Wenn wir diese Situationen filmen würden wäre sie filmreif für eine Komödie.