Eisprung: Mythen und falsche Vorstellungen

Wenn eine Frau plant, schwanger zu werden, wird der Eisprung zu einer spannenden Angelegenheit.

Etwas, das bis dahin keine Rolle gespielt hat, wird nun zum Ziel. „Habe ich auch ganz sicher einen Eisprung? Wie kann ich wissen, an welchem Tag mein Eisprung stattfindet?“ Dies sind häufig gestellte Fragen.

Daher möchte ich Ihnen einige falsche Vorstellungen erläutern, die ich häufig im Patientengespräch höre.

Stimmt es, dass der Eisprung jeden Monat abwechselnd in einem Eierstock stattfindet?

Nein, so ist es nicht, obwohl auch Schulbücher dies so darstellen.

Die Eizelle befindet sich im Follikel und beide entwickeln sich gleichzeitig. Die Follikel durchlaufen die folgenden Phasen: Primordialfollikel, Primärfollikel, Sekundärfollikel und die schließlich reifen Tertiärfollikel.

Die Primordialfollikel – in der ersten Phase – ruhen im Eierstock, bis sie drei Monate vor dem Zyklus, in dem sie ovulieren werden, beginnen zu wachsen, um sich in Primärfollikel zu entwickeln. Dieser Prozess wird als Rekrutierung bezeichnet.

Nur wenige dieser Follikel werden zu Sekundärfollikel; viele verkümmern oder hören auf sich zu entwickeln. Dies ist der Atresieprozess. Schliesslich entwickelt sich nur einer dieser Sekundärfollikel zu einem Tertiärfollikel mit einer Größe von 2 bis 3 cm. Wenn statt einem, zwei Tertiärfolikel vorliegen, kann es zu einer Zwillingsschwangerschaft kommen.

Während dieses Prozesses, produziert der dominante Follikel Substanzen, die das Wachstum der anderen verhindert. Dies passiert im ganzen Eierstockgewebe, unabhängig davon, ob sich der Follikel im rechten oder linken Eierstock befindet. Verfügt eine Frau über nur einen Eierstock, so wird Sie immer in diesem Eierstock ovulieren. Hat die Frau zwei Eierstöcke, so erfolgt der Prozess nach dem Zufallsprinzip. Daher kann der Eisprung auch mehrere Monate nacheinander im gleichen Eierstock erfolgen.

Was, wenn ich keinen Eisprung habe?

Viele Frauen fürchten nicht zu wissen, ob sie ovulieren. Ich kann Ihnen versichern, dass wenn die Menstruationszyklen regelmäßig sind, d.h. wenn Sie Ihre Periode jeden Monat bekommen, ovulieren Sie mit Sicherheit.

Mädchen, die keinen Eisprung haben, bekommen keine Periode oder haben einen unregelmäßigen Zyklus mit einer Periode aller paar Monate.

Um herauszufinden, an welchem Tag Sie Ihren Eisprung haben, müssen sie nur auf die übliche Zykluslänge achten. Wir wissen, dass ab dem Eisprung bis zur nächsten Periode 14 Tage vergehen. So haben Sie bei einem 28-tägigen Zyklus, den Eisprung wahrscheinlich am 14. Tag und bei einem 27-tägigen Zyklus am 13. Zyklustag.

Auch wenn diese Berechnung nicht immer exakt ist, so benötigt man keinen Ovulationstest, es ist praktischer drei Tage vor und am Tag des Eisprungs Verkehr zu haben. Wir wissen, dass Spermien bis zu drei Tagen in den Eileitern überleben und dass die Eizelle für 24 Stunden befruchtet werden kann (Ein Tag nach dem Eisprung degeneriert sie).

Es wäre ideal Verkehr an diesen Tagen zu haben, aber nicht notwendigerweise jeden Tag. Auch wenn Sie ein Ziel haben, vergessen Sie nicht die Romantik!

Sie sollten wissen, dass sich die Spermatozoiden von der Vagina bis zu den Eileitern mit einer Geschwindigkeit von 2-3 mm pro Minute fortbewegen. Es vergehen 45 bis 60 Minuten ab dem Zeitpunkt der Ejakulation, bis die Spermien die Eizelle erreichen… Schon wenige Stunden nach dem Verkehr könnten Sie schwanger sein!

Ein Eisprung bedeutet nicht unbedingt eine Schwangerschaft

In den letzten acht oder zehn Jahren der Periode einer Frau kann sie keine gesunden Kinder mehr bekommen. Das physiologische System der Chromosomentrennung der Eizelle altert und wird unwirksam. Im Laufe der Zeit verhindern die Veränderungen an der Eizelle die Befruchtung oder führen zu Fehlgeburten.

Dieser Alterungsprozess erfolgt schrittweise. Einige glauben, dass während der Schwangerschaft oder der Einnahme von Kontrazeptiva keine Eizellen verbraucht werden; dies ist jedoch nicht so. Es ist, als würde ich denken: „Wenn ich schlafe, werde ich nicht älter“.

Ein weiteres Missverständnis ist auch, dass man nach der verlängerten Einnahme von Kontrazeptiva einige Monate warten muss, bevor man schwanger wird.

Dem ist nicht so, man kann ab dem Moment schwanger werden, ab dem man mit der Einnahme aufhört. Ich glaube, diese Fehlannahme beruht auf der Tatsache, dass sich nach mehreren Zyklen ohne Eisprung der erneute Eisprung etwas verspätet.

Was passiert mit den Eizellen, die nicht befruchtet werden?

Die unbefruchteten Eizellen sind mikroskopisch kleine Zellen, die durch eine Art von weißen Blutzellen – den Makrophagen – beseitigt werden, die Teil unserer Zellreinigung sind. Sie werden nicht mit der Regelblutung ausgestoßen! Sie werden von diesen Lymphozyten aufgenommen und ins Blut gebracht.

Ist die Fruchtbarkeit vererbt?

Wir wissen, dass einige Aspekte der Fruchtbarkeit genetisch festgelegt sind und damit einige Familien fruchtbarer sind als andere.

So kann die Anzahl der Eizellen und Primordialfollikel, mit der ein Mädchen geboren wird, zwischen zwei und drei Millionen betragen und dass diese Zahl mit der Vererbung der X Chromosomen in Verbindung steht.

Oft sagen Patienten zu uns: „Ich werde wahrscheinlich die Wechseljahre im Alter meiner Mutter oder etwas später bekommen“. In den Industriegesellschaften ändert sich dies jedoch. Aufgrund der toxischen endokrinen Disruptoren, die im Fett der Mutter gespeichert werden, reduziert sich die Anzahl der Eizellen und es hat sich gezeigt, dass sich dadurch auch das fortpflanzungsfähige Alter verringert.

Dies passiert ebenso bei den Männern. Daher nimmt die Fruchtbarkeit bei Männern aus Gebieten mit Umweltgiften ab.

Schließlich hört man auch sehr oft: „Ich habe meine erste Periode sehr zeitig bekommen, daher werde ich auch die Wechseljahre zeitig bekommen“. Dem ist nicht so; das Alter der Wechseljahre steht in keiner Beziehung mit der ersten Regelblutung.

33 Bewertungen

  1. Susanne Antworten

    Hallo Frau Lopez-Teijon,
    sehr interessanter Beitrag. Man hört immer sehr viel von anderen Freunden oder Bekannten zu dem Thema. Aber oft sind es unterschiedliche Erfahrungen bzw. Antworten. Daher ist es mal schön zu lesen was eine Ärztin zu dem Thema sagt. Danke

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Sehr geehrte Frau Schein,
      Vielen Dank für die Teilnahme am Blog.
      Ich möchte für Ihre Kommentare mich bedanken und ich ermutige Sie, auch weiterhin daran zu beteiligen.
      Ein Gruß

  2. Susanne Antworten

    Hallo Frau Lopez-Teijon,
    ich habe eine Frage zu den Methoden, die hier beschrieben werden http://www.eisprungkalender24.de/eisprung-ausloesen/ , welche den Eisprung auslösen sollen. Kann man die alle uneingeschränkt empfehlen oder ist die eine vielleicht bessere geeignet als die andere?
    Schonmal vielen Dank

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Sehr geehrte Frau Schein,
      Zuerst möchten wir Sie für Ihre Teilnahme in unserem Blog bedanken.
      In Fällen von Patienten mit der Menstuation ohne Eizellen, müssen wir zuerst den Fall nachprüfen und dann werden wir die beste Behandlung für Sie entscheiden.
      Vielen Dank im voraus.

      Mit freundlichen Grüssen,

  3. Ella Antworten

    Sehr geehrte Frau Lopez – Teijon,

    Mein Thema ist Eileiterschwangerschaft.
    Was gilt es im Allgemeinen zu beachten? Was ist nach einer Eileiterschwangerschaft notwendig, um schnellstmöglich wieder schwanger zu werden, ohne dass diese sich wiederholt? Wie lange sollte man warten?

    Ich hatte Ende Juli einen positiven Schwangerschaftstest. Die Freude war sehr groß. 2 Wochen später während des US konnte mein Arzt jedoch nur eine aufgebaute Schleimhaut in meiner Gebärmutter sehen, sonst nichts. Keine vorangegangenen Blutungen oder Schmerzen. Eine ES schloss dieser aus. Eine Ausschabung erfolgte 6 Tage später nach HCG Kontrolle. 6 Tage nach Ausschabung dann starke Unterbauchschmerzen links und Blutungen. HCG lag bei 13000. ES ist im KH bestätigt worden, Bauchspiegelung und Entfernung des Gewebes am EL links sowie Reste in Bauchhöhle folgten. EL links ist erhalten geblieben. Keine Komplikationen, nach einer Woche keinerlei Schmerzen oder Blutungen mehr. HCG Wert lag nach 2 Wochen bei knapp 0. Nach 2,5 Wochen, am 10.09.zeigte der Ovutest ein deutliches positiv an, so dass ich davon ausgehe, dass mein Eisprung am nächsten Tag erfolgte, was ich auch spüren konnte. Diese Chance haben nein Mann und ich gleich genutzt, auch wenn ich seit OP am 24.08. noch keine Regelblutung gehabt habe. War das richtig oder hätten wir erst einmal eine Regelblutung abwarten sollen? Im KH sagte man mir bei Entlassung, dass man heutzutage nicht nehr abwarten müsse, Hauptsache, der HCG liegt bei 0. Jetzt habe ich vor einer weiteren Eileiterschwangerschaft Angst, falls es geklappt haben sollte. Für einen Frühtest wäre es jetzt noch zu früh.

    Für eine kurze Rückmeldung wäre ich dankbar.
    Herzliche Grüße
    Ella

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Ella,
      wir bedanken uns für das Vertrauen, Ihre Erfahrung mitzuteilen. Wahr ist, dass Eileiterschwangerschaften eine Komplikation der Schwangerschaft ist, die bei 20 jeder 1.000 Schwangerschaften vorkommen kann. Heutzutage variiert dieser Vorfall. Patienten, die konservative Behandlung erhalten haben (wie Ihr Fall, wo die betroffene Eileiter konserviert wurden) besteht ein Risiko von etwa 15% eine wiederholten Eileiterschwangerschaft zu erzielen. Es ist wahr, dass die Tatsache, eine neue Schwangerschaft aufzuschieben dieses Problem nicht verhindert. In der Regel haben die meisten Frauen nach einer Eileiterschwangerschaft eine normale Schwangerschaft.
      Wiederholung einer ektopischen Schwangerschaft ist schwierig zu vermeiden, deswegen empfehle ich, sobald Ihr Schwangerschaftstest positiv ist, Ihren Gynäkologen zu besuchen um eine frühe Kontrolle durchzuführen. Wenn Sie ein Eisprungs am 10.09 hatten und mehr oder weniger regelmäßigen 28-Tage-Zyklen haben, wird der erste Ausfall der Periode nicht vor den 24.09 sein, so würde ich empfehlen, zumindest nach diesem Zeitpunkt zu warten.
      Viel Glück!

  4. Andrea Antworten

    Hallo Frau Dr. Lopez-Ich hätte eine Frage bezüglich der Wechseljahre der Mutter.
    Mein Mann und ich versuchen seit einigen Monaten, 5, schwanger zu werden. Bei meiner 1. Schwangerschaft die leider in einem missed Abort in der 12. ssw geendet und bei meiner heute 6 jährigen Tochter hat es jeweils beim 1. Versuch geklappt.
    Nun habe ich eben gelesen das man nun 8-10 Jahre vor den Wechseljahren nicht mehr schwanger werden kann oder diese in einem Abort endet.
    Ich bin nun 33 Jahre alt und meine Mutter war mit 41 Jahren schon durch die Wechseljahre durch. Meine Schwester mit heute 43 steckt mittendrin. Kann es nun also möglich sein das ich nicht mehr schwanger werden kann ?
    Mein Arzt meint das wäre Unsinn ?!
    Gruß Andrea

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Andrea,

      Da es in Ihrer Familie bereits Fälle vorzeitiger Wechseljahre gibt, empfehle ich Ihnen eine Visite beim Frauenarzt, um Ihre Eierstockreserve und –alter zu untersuchen (vor allem durch die Bestimmung des Anti-Müller-Hormons).

      Wichtig wäre es auch durch einen Gentest ein Fragiles-X-Syndrom in Ihrem Fall auszuschließen, um sicherzustellen, dass die frühzeitigen Wechseljahre Ihrer Mutter und Schwerster nicht durch einen genetischen Faktor in der Familie bedingt sind.

      Sollte die Hormonuntersuchung des Anti-Müller-Hormons oder der genetische Test eine Veränderung zeigen, so empfehle ich eine Visite bei einem Spezialisten für assistierte Reproduktion.

      Alles Gute!

  5. Diana Antworten

    Hallo Frau Lopez-Teijon,

    auch ich habe eine Eileiterschwangerschaft hinter mir. Am 01.11.2016 wurde mir darauf hin der linke Eileiter entfernt. Am 30.11. hatte ich das erste mal wieder meine Periode. Nach einem positiven Ovu-Test hatte ich um den Eisprung herum links immer ein ziehen im Unterleib. Am 25.12. hatte ich erneut meine Periode und nun wollen wir es wieder versuchen. Leider merke ich wieder links ein ziehen. Kann es sein, dass der Eisprung dort wieder statt findet? Kann dies auch noch wechseln?

    Mit freundlichen Grüßen

    Diana

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Diana,

      Nach einer Salpingektomie können diese Art von Symptomen auftreten. Die Ovulation findet nicht immer im gleichen Eierstock statt. Jedoch empfehlen wir Ihnen den Arzt aufzusuchen, der die Intervention durchgeführt hat, um eine Kontrolluntersuchung vorzunehmen.

      Mit freundlichen Grüßen

  6. Anna Antworten

    Guten Tag Frau Dr. Marisa López-Teijón,

    ich war am Montag bei meinem Arzt zur Vorsorge. Dort lasse ich seit Jahren zusätzlich einen Ultraschall machen (von Gebärmutter und Eierstöcken)
    Es war immer alles normal.
    Ich habe vor einem Jahr die Pille (Minisiston) abgesetzt -nach 10 Jahren.
    Somit war das der erste Ultraschall ohne Pille. (nach einem kompletten Jahr ohne Hormone)
    Nachdem ich einen Zyklus die Pille abgesetzt hatte wurden die Hormone überprüft. Alles super.
    Meine Periode kommt – auch nach absetzten der Pille – von Beginn an regelmäßig. Zyklus von durchschnittlich 28 Tage (hin und wieder 32 Tage) Periode 5 Tage.
    Nun war bei den Eierstöcken auffällig, dass sie voller Bläschen waren. Der Arzt sagte es sieht so aus als hätte ich KEINEN Eisprung. Es wären nicht gesprungene Eizellen. Es würde so aussehen als hätte ich zu viele männliche Hormone – allerdings außer dieses Bilder der Eierstöcke keine weiteren Anzeichen dafür.

    Sie schreiben regelmäßiger Zyklus/Periode = mit Sicherheit Eisprung.
    Das verwirrt mich. Denn wenn es danach geht müsste ich ja normal meinen Eisprung haben.

    Vielleicht ist es wichtig – der Ultraschall war laut der App in der ich meine Periode erfasse 2-3 Tage nach theoretischem Eisprung.

    Das verwirrt mich. Habe ich nun theoretisch meine Eisprung oder eben eher nicht? Wir möchten bald eine Familie gründen und die Diagnose war ein schock.
    Alles weitere wollte der Arzt besprechen wenn es soweit ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anna

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Ana,

      Die Tatsache, dass Ihr Gynäkologe gesehen hat, dass Sie eine Eisprung hätten, ist ein sehr gutes Zeichen. Der Eisprung fällt nicht immer mathematisch Mitte des Zyklus und kann zu leichte Variationen kommen.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass alles gut geht.

      Liebe Grüsse

  7. Marie-Luise Sommer Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Marisa López-Teijón,

    Mein Mann und ich wünschen und ich wünschen uns Kinder leider hatte ich schon zwei Fehlgeburten. Die erste Fehlgeburt war im Jahr 2015 mit Ausschabung und die zweite letztes Jahr im Juli ein natürlicher Abgang. Zwischen den zwei Fehlgeburten bin ich noch an der Bandscheibe operiert worden. Ich war bei meiner Frauenärztin die sagt bei mir sei alles Okey es hat sich aber keine erneute Schwangerschaft bei mir eingestellt. Können Sie mir einen Rat geben was ich tun könnte das ich jetzt mit 35 endlich Mutter werden könnte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Marie-Luise Sommer

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Sehr geehrte Marie-Luise,

      Wir würden einen Ultraschall und eine diagnostische Hysteroskopie zur Kontrolle für Sie und ein Spermiogramm für Ihren Mann empfehlen, um abzuklären, dass alle Parameter normal sind.

      Mit freundlichen Grüßen

  8. Nicole Köhler Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Marisa López-Teijón,

    Ich bin 46 Jahre alt und wünsche mir noch ein Kind (noch keine Kinder)
    Ich habe die Mirena nach einer Tragezeit von 10 Jahren entfernen lassen. Sie war übrigens auch verrutscht, aber das ist ja kein Grund schwanger zu werden. Mein FA untersuchte mich und hat gesagt, dass ich gut aktive Eierstöcke habe. Ich habe einen Zyklus varierend zwischen 22 bis 28 Tagen, jedoch eine schwache Menstruation von nur zwei Tagen (selten drei Tage). Mein FA erklärte mir, dass es nach der Mirena einige Zyklen dauern kann bis meine Gebärmutterschleimhaut wieder „regeneriert“ ist. Ein Eisprung hatte ich vorletzten Monat nicht…… ansonsten immer.
    Wie sind die Chancen schwanger zu werden?

    Freundliche Grüsse N.K.

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Sehr geehrte Nicole,

      Leider sind die Chancen mit eigene Eizellen mit 46 Jahren schwanger zu werden sehr gering.
      Deswegen würde für Sie eine Eizellenspende kommen.

      Freundliche Grüße

  9. Missy Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. López-Teijón,

    Meine Geschichte vorab: Ich hatte vorm 25. Geburtstag 2 Fehlgeburten, die aber so früh waren, dass auch nie schlagene Herzen zu sehen waren. Mit 25 und 31 bin ich dann aber Mutter von Söhnen geworden (wegen Beckenendlage 2 mal Kaiserschnitt). Mit 35 habe ich die Spirale entfernen lassen, ich habe ein halbes Jahr versucht schwanger zu werden, bin dann zum Frauenarzt und dort wurde ein AMH Wert von 0,15 festgestellt. Ich wurde zur KinderwunschKlinik geschickt: Dort wurde 4 Monate versucht den Eisprung auszulösen, etc. . Dann kam man dort auf die Idee eine Bauch-und Gebärmutterspiegelung durchführen zu lassen. Da kam im März dieses Jahres also raus, das beide Eileiter dicht waren, linker Eileiter wurde befreit, aber der rechte Eileiter leider nicht. Mir wurde eine ivf geraten, welche ich vor 2 Wochen hinter mir habe, nachdem nur eine Eizelle punktiert worden konnte, trotz Stimulation, Spritzen etc. . Die Eizelle konnte befruchtet werden, bei meinem Mann ist alles in Ordnung. Aber leider bekam ich nach 12 Tagen meine Tage, die ivf hat nicht geklappt. Meine Hormon Werte waren nach einer Woche zwar in Ordnung, aber das Ergebnis war negativ, da i h ja 12 tage später meine tage bekam, und auch der Test dann negativ war.
    Ich habe die Befürchtung, dass ich nur rechts Eizellen produziere, kann das sein? Man möchte meinen rechten Eileiter entfernen, weil man vermutet, dass der rechte EIleiter das Festsetzen der Eizellen hindert. Würden Sie auch dazu raten?
    Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Mit 35 in den Wechseljahren zu sein, ist echt niederschmetternd! Ja ich kann von Glück sagen, dass ich 2 gesunde Kinder habe, aber stehen die Chancen wirklich so negativ? Mir wurde eine Eizellenspende geraten, aber das wäre bei uns nicht sinnvoll.
    Schöne Grüße

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Frau Missy,

      Wir ermutigen Ihnen, nach was Sie uns mitteilen, eine IVF- Behandlung mit eigene Eizellen durchzuführen und sehr wichtig, bitte die Hoffnung nicht verlieren!

      Liebe Grüsse

      • Missy Antworten

        Danke Frau Dr.!!!
        Ich möchte auch daran glauben, aber es tut weh immer wieder herunter zu fallen. Aber ich werde versuchen mich mit Sport erstmal abzulenken.
        Vielen Dank für Ihre Antwort!!!
        Liebe Grüße

  10. Missy Antworten

    P.S.: In paar Tagen werde ich 38. Mein Alter steigt.

  11. Lisette Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Lòpez-Teijòn,

    Ich habe eine Frage rein Interesse halber, wie kommt es denn dann dazu das ältere Frauen eher zwei Eizellen ausstoßen und quasi nicht mehr nur die eine beste auf den weg geschickt wird?
    Ich meine bei Frauen ab einem gewissen Alter ist die Chance oder das Risiko (wie auch immer man es sehen will) ja höher Zwillinge zu bekommen?
    Viele liebe Grüße
    Lisette

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Lisette,

      Mit zunehmenden Alter kann es passieren, dass der Eisprung mit mehr als einer Eizelle erfolgt, da die Eierstöcke beginnen in einer unregelmäßigen Weise zu arbeiten und somit die Zahl an Zwillingsschwangerschaften zunimmt.

      Liebe Grüße und Vielen Dank für Ihren Kommentar zum Blog!

  12. Hallo Frau Dr. Marisa López-Teijón,
    mich würde Ihre Meinung zu Tensiden und der Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit interessieren. Meinen sie auch, dass Weichmacher in zum Beispiel Spülmittel die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?
    LG

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Frau Mum,

      Pestizide ebenso wie Tenside können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

      Über die Wirkung von Pestiziden gibt es bereits Metaanalysen, die eine schädliche Wirkung zum Beispiel auf das Sperma nachweisen.

      Im Falle der Tenside gibt es noch keine vergleichbaren Studien. Trotzdem denken wir, dass auch diese eine schädliche Wirkung haben können, jedoch liegen noch keine wissenschaftliche Beweise vor.

      Vielen Dank für Ihren Kommentar!

  13. Sabrina Antworten

    Hallo Frau Dr. Marisa López-Teijón,

    ich war am 17.10. einen Termin beim FA, da meine Temperaturkurve zwar zwei Tage (14.10. + 15.10.) hoch war dann aber wieder nach unten viel. Der FA spricht von einer Follikelpersistenz, die von alleine verschwinden soll. Ich soll mich dann am 1. Zyklustag melden und einen weiteren Termin ausmachen. Es ist unser 1. ÜZ.
    Jetzt meine Frage: kann es trotzdem zu einem ES und einer Befruchtung eines evtl. zweiten vorhandenem Follikel gekommen sein? Da die Temp. Kurve zwei Tage um 0,6 Grad höher war. Außerdem hab ich ein Ziehen im Unterleib, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Rückenschmerzen im unteren Lendenbereich.
    Können diese Beschwerden nur von der Follikelpersistenz ausgelöst werden? Für SS-Anzeichen ist es ja eigentlich noch zu früh.

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Sabrina,

      vielen Dank, der Teilnahme in unseren Blog. Die Basaltemperatur wäre keine zuverlässige Methode um den Eisprung zu rechnen. Unsere Empfehlung um Ihren Zyklus und den Eisprung zu folgen wäre, regelmäßige Ultraschallkontrollen durchzuführen

  14. Tanja Antworten

    Hallo,
    im Internet findet man so viele verschiedene Antworten, aber Ihre Seite ist wirklich sehr hilfreich ! Vielen Dank. Meine Geschichte: Ich habe eine Tochter 2 Jahre die ohne Komplokationen zur Welt kam! Dann hatte ich im Juni 2017 eine natuerliche Fehlgeburt in KW 8 und wurde 2 Monate wieder Schwanger. Leider stellte sich raus, dass es diesmal eine Eileiterschwangerschaft ist und der Eileiter bereits geplatzt war – Not OP und rechter Eileiter weg. Nun liest man soviel, das der eine Eileiter die Funktionen des anderen uebernimmt, andere behaupten wieder das sei nicht wahr…. was stimmt denn nun? Der Eisprung findet doch im Eierstock statt (beide noch vorhanden) und die Regelblutung hat man doch auch jeden Monat (abgesehen davon das man schwanger ist;) Uebernimmt mein linker Eileiter nun alle Funktionen und eine Schwangerschaft ist somit nicht schwieriger? (Vorrausgesetzt mein linker Eileiter ist voll funktionsfaehig;)

    Vielen Dank fuer eine Antwort
    Tanja

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Tanja,

      Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft in Ihrem Fall ist abhängig der Funktionalität Ihres linkes Eierstock und Tube ab.
      Um die korrekte Funktion dieser sicherzustellen, empfehlen wir Ihnen eine gynäkologische Kontrolle durchzuführen.

      Danke!

  15. Andrea Mohr Antworten

    Liebe Frau Dr. Lopez – Teijon,

    Ich habe Frauenarzt gewechselt war im Juli noch bei meiner vorherigen Frauenärztin und nach Basis Check alles OK. Jetzt komme ich zur neuen Ärztin mit Kinderwunsch und sie meint im Oktober dass 1 Eierstock keine Eier enthält und der andere nur mehr wenige und macht mir jetzt keine Hoffnung… wie kann das sein? Vielen Dank für Ihre Hilfe

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Frau Mohr,

      Es ist ganz normal, dass im Laufe der Zeit der Follikelcound abnimmt da die ovarielle Follikelreserve auch mit den Alter abnimmt.
      Ich würde Ihnen eine zweite Meinung bei einem weiteren Gynäkologen empfehlen.

      Grüße

  16. Kristin Antworten

    Guten Tag,
    ich hatte vor 2 Jahren eine elss. Seitdem klappt es nicht.
    Dieses Jahr lies ich die Bauchspiegelung durchführen. Diagnose: Loch im rechten Eileiter an der Stelle wo damals die Elss saß. Die Vermutung liegt nah, dass der Eisprung sehr oft auf der falschen Seite stattfindet. Wie häufig kommt das vor? Und wäre icsi/ivf tatsächlich sinnvoller als iui?

    • Dr. Marisa López-Teijón Antworten

      Liebe Kristin,
      Leider können die Eileiter durch eine Eileiterschwangerschaft geschädigt werden. Aufgrund des Loches Ihres Eileiters empfiehlt sich eine In-vitro-Fertilisation, um schwanger zu werden, da somit die Eileiter nicht benötigt werden.
      Mit freundlichen Grüßen,

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